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Veranstaltung

Präsentation der Semesterarbeiten Frühjahr 19 mit Erika Fries, Tibor Joanelly, Andrea Pedrazzini

Im zweiten Semester steht unter dem Überbegriff «Fügen», das Zusammenspiel von Architektur- und Tragwerksentwurf im Fokus. Die Studierenden sind aufgefordert, an einem fiktiven Bauplatz an der Bahnlinie in St.Gallen eine multifunktionale Struktur zu entwickeln, bei der das Tragwerk raumbildend wird.

Das vierte Semester rundet das mittlere Studienjahr der klassischen Gebäudelehre ab, mit dem Entwurf für ein öffentliches Gebäude. Im Frühjahrssemester 2019 haben wir für Flawil ein neues Kreisgericht entworfen und dafür 3 Standorte vergleichend, digital und analog entwickelt. Die Studierenden waren aufgefordert, sich mit den spezifischen Anforderungen der Bauaufgabe auseinanderzusetzen, die auch Antworten auf übergeordnete Fragen, wie etwa der Bedeutung eines Gerichtsgebäudes in Zeiten wachsender Angst vor fremdem Recht, Amtsmissbrauch und Fakenews, umfassen musste.

Gastkritiker sind die Architektin Erika Fries, Partnerin bei huggenbergerfries Architekten, Zürich, der Architekt, Dozent und Redaktor von werk, bauen + wohnen Tibor Joanelly und der Ingenieur Andrea Pedrazzini, Partner im Ingenieurbüro Pedrazzini Guidotti in Lugano.

mi 12.06.2019
do 13.06.2019
jeweils ab 9:00
fhs | hauptpost st.gallen
st.leonhard-str. 40, 2.og

Balkone, Hofgärten, Laternen, Vogelnester und eine Hundedusche | Vortrag Kaschka Knapkiewicz | 22.05.2019

Die Zürcher Architektin Kaschka Knapkiewicz arbeitet seit 1992 gemeinsam mit Axel Fickert in einer Büropartnerschaft. Es sind vor allem die Wohnbauentwürfe der beiden, die durch ihre Vielschichtigkeit und die überzeugenden räumlichen Lösungen abseits der heute üblichen Standards nicht nur die Bewohner begeistern, sondern auch viele junge Architekten beeinflusst haben. Der Titel des Vortrags mag einen ersten Hinweis geben: Die Arbeiten sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem jeweiligen (städtischen) Raum, dem spezifischen Ort, an dem die Bauten zu stehen kommen. Für Kaschka Knapkiewicz ist es wesentlich, lebenswerte Räume zu gestalten, dabei spielt die Massstäblichkeit der Bauten eine entscheidende Rolle.

Veranstaltungsort
ArchitekturWerkstatt FHS St.Gallen
Hauptpost St.Gallen, 2. OG
Zugang über die St.Leonhard-Str. 40

Vortrag von Roger Boltshauser vom 8. Mai

Potenziale ausloten, die abseits gängiger Standards erlauben, Ressourcen schonend und zukunftsweisend zu Bauen und gleichzeitig dazu auffordern, nach einem eigenen Ausdruck in der Architektur zu suchen, eben weil Systeme neu gedacht, Strukturen definiert werden müssen, darüber sprach der Zürcher Architekt Roger Boltshauser in seinem Vortrag an der ArchitekturWerkstatt. Er nennt dies «Arbeiten an der Sprache der Architektur».

 

Raum, Material, Struktur | Vortrag Roger Boltshauser, Boltshauser Architekten, Zürich | Mittwoch, 8.5.2019

Die Bauten Roger Boltshausers sind geprägt von einer intelligenten, aus den eingesetzten Materialien und deren Konstruktionsbedingungen entwickelten Formgebung und Raumbildung. Sie zeugen gleichzeitig von einer engen Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdisziplinen. Mit dem Bauingenieur Jürg Conzett, dem Haustechniker Marco Waldhauser oder dem Lehmbauer Martin Rauch hat er wegweisende Projekte realisiert und Konzepte entwickelt, die in der Verwendung der eingesetzten Materialien neue Wege bestreiten und damit nach einem eigenen Ausdruck verlangen. In seinem Vortrag spricht Roger Boltshauser über dieses «Arbeiten an der Sprache der Architektur».

Mittwoch, 8.5.2019, 18.30 Uhr, ArchitekturWerkstatt St.Gallen

Zur «poetischen Logik» der Konstruktion | Vortrag Astrid Staufer, Staufer & Hasler | Mittwoch, 24.4.2019

Astrid Staufer arbeitet seit 1994 gemeinsam mit Thomas Hasler. Parallel zur Baupraxis engagiert sie sich in Forschung und Lehre. Ihre Arbeit zeichnet sich durch eine profunde Reflexion und Verschränkung der unterschiedlichen Tätigkeitsfelder aus. Diese Wechselwirkungen und Spiegelungen von Fragestellungen finden sich nicht zuletzt in den Projekten des Büros wieder, das den jeweiligen lokalen und konstruktiven Charakteristiken nachspürt, um daraus eine «poetische Logik» (Andrej Tarkovskij) zu erringen. In Ihrem Vortrag wird Astrid Staufer diese Bezüge unter anderem anhand des Bundesverwaltungsgerichts in St.Gallen erläutern.

Mittwoch, 24.4.2019, 18.30 Uhr, ArchitekturWerkstatt St.Gallen

Baugesetze formen | Vortrag Gregory Grämiger | Mittwoch, 27.03.2019

In seiner Publikation «Baugesetze formen. Architektur und Raumplanung in der Schweiz» beleuchtet Gregory Grämiger die Abhängigkeit im Planen und Bauen von einer Gesetzgebung, die heute oft als einschränkend empfunden wird. Gesetze sind aber nicht naturgegeben, sondern von uns Menschen gemacht und müssen stets überarbeitet und aktualisiert werden. Grämiger fordert Architektinnen und Architekten dazu auf, sich am gesetzgeberischen Prozess zu beteiligen und somit auch politisch aktiv zu werden. In seinem Vortrag stellt er die im gta Verlag erschienene Publikation und seine darin formulierten Thesen vor.

Gregory Grämiger studierte Architektur an der ETH Zürich und promovierte 2014. Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta), ab April 2019 wird er im Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich arbeiten.

Mittwoch, 27.3.2019, 18.30 Uhr, ArchitekturWerkstatt St.Gallen

«as built» | Florian Zierer, Caruso St John Architects, Zürich

«as built» steht für die Reflektion gebauter Werke durch den Betrachter, der das realisierte Gebäude wahrnehmen und beurteilen kann, dessen Entstehungsgeschichte, die zugrundeliegenden Entwicklungsprozesse bleiben für ihn jedoch verborgen.
Florian Zierer möchte diese Historie anhand zweier Projekte, der Bremer Landesbank in der Innenstadt von Bremen und dem Altar der Stiftskirche von St.Gallen, offenlegen und damit einen anderen Blick auf diese Projekte ermöglichen.
Der Vortrag findet am Mittwoch, 27.2, um 18.30 Uhr an der ArchitekturWerkstatt FHS St.Gallen statt.

 

Vortragsreihe Frühjahrssemester 2019

Reflektionen zu Gebautem, die Auseinandersetzung mit Raum und dessen Materialisierung, die Frage nach der Bedeutung von Baugesetzen – die Vorträge im Frühjahr 2019 an der ArchitekturWerkstatt FHS St.Gallen umspannen das ganze Spektrum der architektonischen Praxis.

Mit der Durchführung der ersten Swiss Spring School hat die ArchitekturWerkstatt der FHS St.Gallen bereits eine Woche vor dem offiziellen Semesterbeginn den Startschuss zum neuen Studienjahr gegeben. In diesem Rahmen hat der Architekt Kai Strehlke, Leiter Digitale Prozesse der Blumer-Lehmann AG, seinen Vortrag zur Realisierung studentischer Projekte anhand industrieller Prozesse im Holzbau gehalten.

Den ersten Vortrag im Semester wird Florian Zierer, Caruso St John Architects, Zürich bestreiten. «as built» steht dabei für die Reflektion der eigenen Werke durch den Betrachter, der das realisierte Gebäude zwar wahrnehmen und zu beurteilen vermag, doch die Entstehungsgeschichte, die zugrundeliegenden Entwicklungsprozesse sind nach dessen Fertigstellung nicht mehr nachvollziehbar.
Florian Zierer möchte diese verborgenen Geschichten anhand zweier Projekte, der Bremer Landesbank in der Innenstadt von Bremen und dem Altar in der Stiftskirche von St.Gallen, offenlegen und damit einen anderen Blick auf die beiden Projekte ermöglichen.
Der Vortrag findet am Mittwoch, 27.2, um 18.30 Uhr an der ArchitekturWerkstatt FHS St.Gallen statt.

 

 

Swiss Spring School 01 – arts and crafts smart

Vom 8.2 bis 15.2.2019 findet die erste Swiss Spring School an der ArchitekturWerkstatt statt.

Das Bauen heute ist zunehmend industrialisiert und digitalisiert. Gleichzeitig ist gute Architektur, gerade in der Schweiz, geprägt von einem hohen Anspruch an individuell optimiertes Handwerk und einem auf Prototypen orientiertem, innovativem Unternehmertum. Die Swiss Spring School 01 nutzt und thematisiert die besondere Qualität der handwerklichen Kultur der Ostschweiz und des angrenzenden Vorarlbergs.

Die Swiss Spring School wird vom Architekturrat der Schweiz veranstaltet und ist als Projektwoche ein neues, gemeinsames Lehrformat und eine Diskussionsplattform aller Schweizer Architekturschulen. Jede teilnehmende Schule wird begleitet von einem Unternehmen des produzierenden Ostschweizer Handwerks. 

Wir berichten ab dem 8.2 regelmässig zu den teilnehmenden Studios.